Lachgas (Distickstoffmonoxid) kann durch seine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung dazu beitragen, Schmerzen, Anspannung und Angst während kurzer medizinischer Eingriffe zu reduzieren. Über eine Maske verabreicht, setzt die Wirkung rasch ein und klingt nach Ende der Anwendung ebenfalls schnell wieder ab.
Die Einführung wurde sorgfältig vorbereitet. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Lachgas“ absolvierte intensive Schulungen in zwei renommierten Kinderspitälern in der Schweiz, um Erfahrungen aus der dort etablierten Anwendung in die eigene klinische Praxis einfließen zu lassen. Parallel wurden die technischen Voraussetzungen in den Piloträumen der onkologischen Tagesklinik geschaffen und eine eigene Leitlinie für die Anwendung erarbeitet.
Nun ist die Vorbereitungsphase erfolgreich abgeschlossen: Die ersten Patient:innen können bereits von diesem zusätzlichen Angebot profitieren.
Die Anwendung ist eingebettet in das international anerkannte Konzept „Painless Hospital“, das eine möglichst schmerz- und angstfreie medizinische Versorgung zum Ziel hat. Lachgas wird bereits in zahlreichen renommierten Kinderkliniken eingesetzt und ist insbesondere bei kurzen, potenziell belastenden Eingriffen eine etablierte Möglichkeit zur Unterstützung von Patient:innen. Begleitet wird die neue Methode durch eine Entspannungsgeschichte mit Inhalten aus dem Autogenen Training bzw. einer Fantasiereise und klassischen Elementen von Achtsamkeitsübungen (z.B. tiefe Bauchatmung).
Mit der erfolgreichen ersten Anwendung beginnt damit ein neuer Abschnitt. Was lange geplant, vorbereitet und trainiert wurde, kommt nun ganz konkret unseren Patient:innen zugute. Ein erfreulicher Schritt hin zu einer noch kindgerechteren, angstärmeren und patient:innenorientierten Versorgung am CCP.